Urlaub in Ungarn

Über Ungarn allgemein / Land + Geschichte

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Ungarische Pferdedressuren / Sechsergespann
[Free Foto: www.pixelio.de - Foto: Helga] ]

Ungarn erstreckt sich über 93.000 Quadratkilometer und wird von ca. 10 Millionen Menschen bewohnt. Das anziehende seiner Landschaft ist wohl zurecht die oft erwähnte Puszta mit ihren Gestüten, Schaf- und Rinderherden und - wer Glück hat und es sehen kann - mit seiner Fata Morgana über der Ungarischen Tiefebene. Sie erstreckt sich im Nationalpark von Hortobágy bis Kiskunság. Ungarn ist vorwiegend hügelig. Seine Berge im Norden erreichen knapp eine max. Höhe von 1000 Metern.

Den eigentlichen Reichtum an Flüssen, Gewässern und insbesondere an Thermalquellen wussten schon die alten Römer zu schätzen, als sie ihre Heerlager hier aufschlugen. Das gleiche mussten dann auch die Türken gewusst haben, die sich für ca. 150 Jahre in Ungarn aufhielten, bis sie vertrieben wurden. Der Name Aquincum, den die Römer dem Hauptsitz der damaligen römischen Verwaltung, der Provinz Pannonien, gegeben hatten, erinnert noch heute an die Römerherrschaft. Im heutigen Transdanubien findet man noch Steine der alten römischen Landstraßen. Die berühmteste davon ist die bis zur Ostsee führende frühere Bernsteinstraße. Grundmauern der alten Wachtürme der Grenzbe- festigungen in Budapest wurden auch am Fuße des nach dem heiligen Gellért benannten Berges gefunden. Auf ihm befindet sich die berühmte Fischerbastei. Die ungarischen Stämme waren über lange Jahre aus der Gegend des Urals im 9. Jahrhundert in das Pannonische geströmt. Dort erblühte eine gesunde Landwirtschaft, die noch bis heute eine der Hauptertragsquellen des ungarischen Staates ist.

Begünstigt durch mediterranes Klima, insbesondere im Süden im Großraum Pécs (Fünfkirchen), haben ungarische Agrarprodukte im Weltmaßstab gesehen eine hervorragende Platzierung. Die ungarische Geschichte ist eine Geschichte fortwährender Befreiungskriege. Nach den Römern und Türken wurde auch die Österreichische Monarchie kurzfristig abgeschüttelt. Später fand man sich allerdings kurzzeitig bis zum 1. Weltkrieg zur Österreich-Ungarischen Monarchie zusammen. Im 2. Weltkrieg verwandelte eine unsägliche Außen- und Innenpolitk das ganze Land in einen Kriegsschauplatz, in dessen Folge die jahrzentelange Besatzung durch die Russen folgte.

Dem Freiheitsdrang der Ungarn haben wir es zu verdanken, dass trotz massiver Proteste des ostdeutschen "Bruderstaates" der begonnene Weg in Richtung Freiheit unbeirrt eingehalten und der Stacheldraht, der zwei Gesellschaftssysteme trennte, zerschnitten wurde. Die DDR-Flüchtlinge an der ungarischen Grenze bei Sopron im Jahre 1989 wissen das und werden es aus ganzem Herzen bestätigen.

Es bleibt meine Hoffnung, dass sich Ungarn das erste Mal in seiner Geschichte darüber im Klaren ist, das die Zugehörigkeit zur EU keine Besatzung darstellt und deshalb die Rechts- und Wirtschaftskriterien voll und ganz übernommen werden sollten ;-)

 










 

 


















Ungarnreise 2003

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